Dauernd stoße ich an Grenzen, überall gibt es Einschränkungen, es kommt mir so vor, als zuckele ich mit angezogener Handbremse durch mein Leben. Und daran ist mitnichten „das Außen“ schuld – oh nein, diesen Schlamassel verursache ich ganz allein! Leider habe ich mich zu einer Meisterin der Selbstsabotage entwickelt. Aber jetzt reicht’s! Im Jahr 2026 schaue ich nicht mehr weg, sondern wende mich diesen inneren Blockaden bewusst zu. Ich stelle sie mir so vor, wie Herrn Tur Tur, den Scheinriesen in „Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer“ von Michael Ende: Je mehr ich mich ihnen annähere, desto kleiner werden sie.
Hilfreich für die Blockadenlösung finde ich das Konzept der „Inneren Antreiber“, das ich aus meiner Ausbildung zur Achtsamkeitstrainerin kenne. Die fünf häufigsten Antreiber schreien dir zu: „Streng dich an!“, „Sei perfekt!“, „Beeil dich!“, „Mach es allen recht!“, „Sei stark!“. Indem ich auf sie höre, bremse ich mich selbst aus. Indem ich sie wahrnehme, nicht auf sie reagiere und ihnen „Innere Erlauber“ entgegensetze, lösen sie sich allmählich auf. So der Plan für 2026!
😉😍👍
Blockaden lösen – Leichtigkeit leben: Wie ich dieses Motto 2026 mit Leben füllen werde
Für dieses Motto nehme ich mir 2026 die drei Antreiber vor, die mich am meisten bedrängen:
Aus „Streng dich an!“ wird „Es darf leicht gehen!“
Es begann als eine Selbstverständlichkeit: Natürlich gebe ich mein Bestes, natürlich gehe ich „all in“, natürlich bin ich 100-prozentig bei der Sache … Was daraus wurde: der Zwang, ständig und in allen Bereichen meines Lebens maximale Leistung zu bringen – ohne Rücksicht auf Verluste. Das Ergebnis? Erschöpfung, Aufschieben und das Gefühl, nie genug zu sein. Mittlerweile haben sich meine Rahmenbedingungen stark verändert. Es gibt keinen pflegebedürftigen Mann mehr, kein minderjähriges Kind, keinen Arbeitgeber. Eine große Chance für mich, es mir in vielen Bereichen leicht(er) zu machen!
Die Herausforderung: Als freiberuflich arbeitende Autorin und Lektorin meine ich manchmal, vor lauter Begeisterung rund um die Uhr arbeiten zu können. Aber während meiner eineinhalb Jahre Selbständigkeit hat der wohlbekannte innere Antreiber „Streng dich an“ immer mal wieder versucht, mir die Freude an meiner Arbeit zu verderben. Es war ihm nicht geheuer, wenn mir etwas leicht von der Hand ging; wenn es Spaß machte; wenn es mich inspirierte. Er gab nur Ruhe, wenn ich mich anstrengte, wenn ich mehr und länger und härter arbeitete als je zuvor.
Die Lösung: Erst mal die Morgenseiten à la Julia Cameron schreiben: gleich nach dem Aufwachen zehn Minuten ohne den Stift abzusetzen aufs Papier fließen lassen, was in mir los ist. Falls sich da schon der Antreiber meldet, setze ich ihm den Erlauber entgegen. Der raunt mir zu: „Es darf leicht gehen – tue das, was jetzt, in diesem Moment, fließt, und das ist genug.“ Wenn ich an meinem Schreibtisch sitze, unterstützt er mich dabei, aus meinen unterschiedlichen Projekten höchstens drei Prioritäten für den Tag auszuwählen, statt immer die ganze To-do-Liste im Blick zu haben. Damit gebe ich Gedanken wie „Das könnte ich doch auch noch schnell … Aber das muss ich schnell mal … Ich schiebe mal eben etwas dazwischen …“ weniger Chance. Belohnen werde ich mich dafür mit einer kurzen Naturpause, wie einem Spaziergang im Wald.
Die Auswirkungen: Für mich persönlich hoffe ich auf ein Gefühl der Erleichterung – ich möchte mich unbeschwert fühlen und den Flow genießen, der so entstehen kann. Im Business bedeutet es mehr Fokus: Statt von einem Berg an Arbeit schier erdrückt zu werden und mich schwer damit zu tun, möglichst alles auf einmal abzuarbeiten, konzentriere ich mich jeweils auf eine Sache auf meiner Prioritäten-Liste. Und das allein fühlt sich schon wie Erfolg an. 😍
Aus „Beeil dich!“ wird „Nimm dir Zeit und mache auch mal Pausen!“
Unterschwellig fühle ich mich ständig gehetzt. Damit sich das ändert, werde ich mich um den inneren Antreiber kümmern, der mir suggeriert, dass ich möglichst schnell machen soll. Ich möchte herausfinden, was eigentlich mein Tempo ist und wie viel ich damit realistischerweise erreichen kann. E-Mails beantworten, Social-Media-Posts planen, erste Kursinhalte erstellen, die Buchhaltung: Aus lauter Angst, etwas zu verpassen, hustle ich von morgens bis abends. Dabei merke ich, dass dieser Druck oft unnötig ist und mich aus dem Flow reißt, den ich so schätze.
Die Lösung: Ich führe Pausen ein – immer wieder nehme ich ganz bewusst drei tiefe Atemzüge und frage mich: „Ist es gerade notwendig, dass ich mich beeile? Wie fühlt es sich an, wenn ich mir erlaube, einen Gang runterzuschalten?“ Dem Antreiber setze ich einen Erlauber entgegen: „Ich kann schnell sein, wenn es passt – und bewusst langsam, wenn es Qualität braucht.“ Praktisch bedeutet das: Ich setze mir pro Arbeitsphase einen Timer auf 50 Minuten, darauf folgt eine kleine Pause.
Die Auswirkungen: Persönlich entsteht dadurch mehr Gelassenheit und echte Präsenz – ich genieße meine Auszeiten im Wald oder das Hören von Krimis ohne schlechtes Gewissen. Auch im Business bin ich entspannter, da ich mich nicht mehr verausgabe. Ohne Zeitdruck wächst die Qualität meiner Arbeit ganz von selbst – und ich bleibe dabei gut gelaunt. 😊
Aus „Mach es allen recht!“ wird „Ich darf auch auf meine Bedürfnisse achten!“
Ja, ich gestehe es: Ich bin ein Peoplepleaser. Viel zu schnell reagiere ich auf das Außen, anstatt meine eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen. Der innere Antreiber „Mach es allen recht!“ hat mich fest im Griff. Als Selbständige passiert das oft subtil – Kundenwünsche stehen über meinen Pausen, Instagram-Posts werden an Feedbacks anderer angepasst, oder Kursinhalte werden endlos umgeschrieben, um „allen gerecht zu werden“. Das Ergebnis: Ich überhöre meinen inneren Ruf nach Ruhe oder Natur oder Kreativität.
Die Lösung: Ich etabliere eine tägliche „Bedürfnis-Check-in“-Routine: Immer wieder – zum Beispiel vor einer KundInnen-Interaktion oder vor der Content-Planung – frage ich: „Was brauche ich gerade für mich?“ Dem Antreiber setze ich den Erlauber entgegen, der mich daran erinnert: „Meine Bedürfnisse zählen gleichwertig – und ich diene anderen authentisch aus meiner Stärke.“ Praktisch heißt das: Grenzen setzen, wenn nötig, ein Nein für mein Gegenüber zugunsten eines Ja für mich.
Die Auswirkungen: Persönlich schenkt mir das innere Freiheit und mehr Selbstrespekt – ich fühle mich unbeschwert, wenn ich zum Beispiel einen Waldspaziergang priorisiere, statt sofort auf eine E-Mail zu antworten. Im Business entstehen dadurch klarere Grenzen, die genau meinen Stil widerspiegeln und nachhaltiges Wachstum durch Fokus auf meine einzigartige Stimme. 😎
Wenn ich all das zusammennehme – weniger Anstrengung, ein stimmiges Tempo und mehr Achtung für meine eigenen Bedürfnisse –, dann wird mir klar: Dieses Jahresmotto ist kein Vorsatz, den ich „abarbeite“. Es ist eine Haltung, die ich übe. Jeden Tag ein bisschen. Mit Rückschritten, Erkenntnissen und Momenten, in denen es sich überraschend leicht anfühlen darf
Willst du mich 2026 dabei begleiten, wie ich mein Motto umsetze?
Komm mit auf meiner Reise zu mehr Leichtigkeit! Folge mir auf Instagram (@deine.lektorin.bettina), wo ich von nun an vermehrt teilen werde:
- echte Momente mit meinen inneren Erlaubern im Alltag
- Journaling-Tipps um die Antreiber zu entlarven
- ein Gratis-Impuls für dich und die Vorschau auf meinen ersten Online-Kurs – sobald ich dies in aller Ruhe fertiggestellt habe
Auf ein luftig-leichtes 2026! 🎇
